Hilti führt im Liechtenstein-Ranking
Die aktuelle BEST-RECRUITERS-Studie 2024/25 nimmt zum zwölften Mal die Recruiting-Qualität der rund 450 grössten Unternehmen und Institutionen in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein unter die Lupe – und liefert ein differenziertes Bild.
02.04.2025
Am 2. April wurden in Zürich die aktuellen Recruiting-Trends präsentiert sowie die BEST RECRUITERS des Landes gekürt. Mit herausragenden Ergebnissen in allen Kategorien erzielt die Helsana Versicherungen AG den diesjährigen Gesamtsieg.
Die Hilti AG erzielt Platz 8 im Gesamtranking
Von den 31 Branchensiegern stammen drei aus dem Fürstentum: Die Hilti AG nimmt den ersten Platz in der Branche Industrie ein, in der Branche KFZ setzt sich die thyssenkrupp Presta AG gegen den Schweizer Mitbewerb durch. Die Ivoclar Vivadent AG kann die Branche Pharma/Biotechnologie/Medizinaltechnik für sich entscheiden.
Unter den rund 150 Gästen befanden sich HR-Veranwortliche, Führungskräfte der grössten Arbeitgeber des Landes und Beiräte Prof. Dr. Marco Furtner, Professor für Entrepreneurship und Leadership, Universität Liechtenstein und Kuno Ledergerber, ehemaliger Leiter Zentrum für Human Capital Mangement, ZHAW.
Während TikTok und Videocontent weiter auf dem Vormarsch sind und auch die Usability deutliche Fortschritte macht, fallen die Ergebnisse bei der Sicherheit, Leadership-Kommunikation und Reaktionsgeschwindigkeit auf Bewerbungen teils ernüchternd aus.
Deutliche Schwächen bei Cybersicherheit
Nur 6 Prozent der Karriere-Websites sind technisch gegen Datenabgriff abgesichert. Wichtige Massnahmen wie Security Header oder verschlüsselte Verbindungen fehlen bei der überwiegenden Mehrheit – eine alarmierende Lücke, gerade in Zeiten zunehmender Datenschutzanforderungen. Auch die Ladezeiten von mobilen Karriere-Websites sind fast flächendeckend zu lang und strapazieren die Geduld.
Anfragen junger Interessierter bleiben bei mehr als der Hälfte unbeantwortet
Ein fiktiver 17-Jähriger schrieb eine E-Mail mit der Bitte um Kennenlern- und Schnuppermöglichkeiten für erste Berufserfahrungen oder eine Lehrstelle. Die Regionale Arbeitsvermittlung (RAV) unterstütze ihn mit einem Motivationssemester, im Zuge dessen er diese Aufgabe erhalten habe. 59 % der Unternehmen antworteten nicht, nur 29 % reagierten innerhalb von drei Werktagen. Ein dramatischer Rückschritt gegenüber dem Vorjahr von 32 Prozentpunkten. Im Vorjahresszenario der Anfrage erkundigte sich ein Bewerber nach dem Status seiner Bewerbung. Diese Anfrage wurde deutlich häufiger beantwortet.
Leadership ist kaum Thema in Stellenanzeigen
Lediglich 2 Prozent der untersuchten Inserate enthalten Aussagen zum Führungsstil. Auf Karriere-Websites thematisieren nur drei von zehn Arbeitgebern Leadership in verschiedenen Dimensionen. Bei knapp einem Fünftel der Arbeitgeber wird spezifisch auf die Führungskräfte-Ausbildung eingegangen; klare Führungsgrundsätze finden sich nur auf 14 Prozent der Websites. Erfahrungsberichte von Führungskräften finden sich auf nur 4 Prozent der Seiten – und sind dort meist wenig divers.
Videoinhalte boomen und Social Media ist etabliert
72 Prozent der Karriere-Websites setzen inzwischen auf Videos. Auch in Stellenanzeigen zeigt sich Bewegung: Bereits jede fünfte Anzeige enthält Videomaterial. Besonders erfreulich: Drei Viertel der eingesetzten Videos fokussieren auf konkrete Tätigkeiten und Arbeitsinhalte, statt nur Image-Werbung zu betreiben.
Instagram wird von 49 Prozent der Arbeitgeber genutzt, TikTok verzeichnet mit 17 Prozent einen Anstieg um sechs Prozentpunkte. Auch YouTube wird häufiger bespielt. X verzeichnet einen weiteren Rückgang und ist nur noch bei 6% der Arbeitgeber im Einsatz. Das Gegenstück: LinkedIn wird nach wie vor fast flächendeckend genutzt. Weniger erfreulich: Das Community-Management hinkt hinterher. Die Interaktionsraten der Arbeitgeber auf LinkedIn und Instagram liegen unter 10 %.
Mehr Struktur und bessere Auffindbarkeit
Die Usability von Online-Stellenanzeigen hat sich stark verbessert (von 52 Prozent auf 71 Prozent). Dies ist mitunter durch die erstmalige Einbeziehung der technischen Analyse der Stellenmärkte bedingt. Auch die Auffindbarkeit mobiler Karriere-Websites über Suchmaschinen wurde deutlich optimiert – allerdings sind die Ladezeiten weiterhin zu lang.
Die Top-3-Recruiter 2024/25 im Fürstentum Liechtenstein
1. Hilti AG
2. thyssenkrupp Presta AG
3. Ivoclar Vivadent AG
Dies berichtet die Universität Liechtenstein in ihrer Mitteilung von heute.